Görlitz Nikolaiturm
(Ergebnisse:
)

Stadt: Görlitz

Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands und begeistert mit einer historischen Altstadt und filmreifer Kulisse.

In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich die historische Altstadt von Görlitz zu einem beliebten Reiseziel. Touristen aus aller Welt kommen hierher, um charmante Gebäude aus der Spätgotik, dem Barock und der Renaissance zu entdecken. Bei einer Stadtführung …

Werbung

Görlitz - Grenzelos Kultur genießen

Werbung

Görlitz - Grenzelos Kultur genießen

… kannst Du mehr über die beeindruckenden denkmalgeschützten Bauwerke erfahren. Eine Vielzahl dieser Bauwerke stammt aus dem 13. Jahrhundert. Viele dieser Bauwerke sind von faszinierenden Sagen umrankt. Besonders sehenswert ist darunter das Alte Rathaus am Untermarkt, ein aufwändig verzierter Renaissancebau mit einem auffälligen, aufgestockten Turm. Dieses prächtige Bauwerk ist mit dem Neuen Rathaus verbunden, das mit seiner prachtvollen Fassade einen ebenso imposanten Anblick bietet.

Sehenswürdigkeiten und Märkte: Obermarkt, Untermarkt und der Flüsterbogen

Görlitz gehört zu den beeindruckendsten Städten Deutschlands. Die Görlitz Altstadt zählt zu den schönsten in ganz Europa. Die Stadt Görlitz wirkt, als würde die Zeit hier langsamer gehen. Schon mit den ersten Schritten spürst du die besondere Atmosphäre, die Görlitz dich förmlich hineinzieht. Und plötzlich erkennst du, dass jede Ecke eine Geschichte erzählt.

Die malerische Altstadt von Görlitz beherbergt beeindruckende Sehenswürdigkeiten wie die Befestigungsanlage mit Stadtmauer, Kaisertrutz und Zwinger. Früher waren Obermarkt und Untermarkt bedeutende Handelsplätze, heute sind sie das lebendige Zentrum der Stadt. Nach einem Rundgang durch die Stadt kannst du in einem der zahlreichen Cafés am Marktplatz eine Pause einlegen. Hier kannst du das bunte Treiben entspannt auf dich wirken lassen. Die zentralen Plätze sind ebenso Schauplatz regelmäßiger Veranstaltungen. Dazu gehören der Schlesische Tippelmarkt und der Schlesische Christkindelmarkt. Diese Veranstaltungen ziehen jedes Jahr viele Besucher aus nah und fern an.

Ein besonderes Highlight am Untermarkt ist der Görlitzer Flüsterbogen, das beliebteste Fotomotiv der Stadt. Dieses spätgotische Portal besticht nicht nur durch seine reichen Verzierungen, sondern auch durch seine einzigartige Akustik: Flüstern an einem Ende des Bogens ist am anderen Ende deutlich hörbar. Diese architektonische Besonderheit macht den Flüsterbogen zu einem magischen Ort.

Obermarkt – 800 Jahre Geschichte auf einen Blick

Du kannst geschickt parken am Obermarkt der auch gleichzeitig eine der Görlitz Sehenswürdigkeiten ist. Mit mehr als 250 Metern Länge ist es der größte Platz der Görlitz Altstadt. Wenn du hier stehst, umgibt dich fast 800 Jahre Geschichte. Im Jahr 1250 legten die Menschen den Obstmarkt an, doch Kriege und Brände zerstörten seine Bebauung immer wieder. Das tut seiner Schönheit keinen Abbruch, denn die Gebäude wurden stets wieder in neuer Pracht wiedererrichtet. Stell dich in die Mitte des Platzes und drehe dich langsam im Kreis. Dann kannst du die ganze Schönheit auf die wirken lassen. Die vorherrschenden Gebäude sind barocke Bürgerhäuser, in Pastellfarben reich verziert.

Am östlichen Ende findest du den schönen Georgsbrunnen, auch Heroldbrunnen genannt, den die Bürger bereits im Jahr 1590 errichteten. Nimm dir einen Moment und betrachte ihn aus nächster Nähe. Auf der anderen Seite des Platzes, Richtung Westen, prägt eine weitere der Sehenswürdigkeiten Görlitz das Bild: der Reichenbacher Turm, um circa 1376 erbaut. Von hier aus führt dich dein Weg weiter in die Görlitz Altstadt. Vorab empfehlen wir dir allerdings, noch etwas Zeit vor einem der Kaffees am Obermarkt zu verbringen. Genieße die Romantik der Görlitzer Altstadt und atme die Geschichte vergangener Jahre. Wenn du dich gestärkt hast, führt dich dein Weg ganz natürlich vom Obermarkt zum Untermarkt – wie von selbst.

Brüderstraße und Untermarkt – Renaissance, Hallenhäuser und Geschichte

Zum Untermarkt kommst du, indem du die Brüderstrasse etwa 300 Meter entlang gehst. Sie ist ein weiterer schöner Bestandteil der Görlitz Sehenswürdigkeiten. Ihren Namen hat sie aus der Zeit, als die Brüder des ehemaligen Franziskanerklosters hier entlang gingen. Das Franziskanerkloster lag damals am Obermarkt. Genieße die prachtvolle Schönheit der Häuserzeile. Die Gebäude auf beiden Seiten stammen überwiegend aus der Renaissance. Die Brüderstrasse ist ein Teil der Via Regia, der Königstrasse, die Europa von Ost nach West durchzog.

Nach kurzer Strecke kommst du zum Untermarkt ein weiteres Highlight der Görlitz Altstadt und einer der schönsten Plätze. Rund um den Platz reihen sich schöne historische Gebäude, und die Romantik der Häuserzeilen zieht dich sofort an. Du gehst entlang des Untermarktes, das Kopfsteinpflaster klingt wie ein guter Freund. Du schaust nach oben: Die Giebel erzählen Geschichten von Handwerk, Liebe und Arbeit. Den Untermarkt gibt es bereits seit dem Jahr 1305.

Mittelalterliche Hallenhäuser säumen Teile des Platzes, und 35 dieser prunkvollen Bauten prägen bis heute die Görlitzer Altstadt. Im Mittelalter verkauften Händler in den Hallen ihre Waren, daher nennen die Stadtbewohner sie auch Handelshöfe oder Patrizierhäuser. Du kannst ihre reich verzierten Fassaden bewundern. Du wirst Elemente aus den verschiedenen Epochen finden, ja nach Zeitpunkt ihres Baus: Gotik, Renaissance oder Barock.

Rathaus, Brunnen und Flüsterbogen – Wahrzeichen am Untermarkt

Bei all den schönen Gebäuden, fällt dein Blick sicher auf ein besonders beeindruckendes: das Alte Rathaus der Stadt Görlitz. Teile des Gebäudes stammen bereits aus dem Jahr 1350. Du kannst es gar nicht übersehen, denn der mächtige Rathausturm ist weithin sichtbar. Er wurde 1511 bis 1516 auf 63 Meter Höhe gebaut. Ein Aufstieg lohnt sich, auch wenn dich die vielen Stufen ins Schwitzen bringen. Dafür wirst du mit einem sensationellen Blick auf die Görlitz Altstadt belohnt. Von März bis Dezember öffnet der Turm, informiere dich sicherheitshalber vorher noch einmal.

Vor dem Alten Rathaus, inmitten des Untermarktes findest du den Neptunbrunnen. Wie der Name schon sagt, ziert ihn eine Skulptur des Wassergottes. Sein Ursprung liegt im Jahr 1756. Bewegst du dich weg vom Alten Rathaus zum Neptunbrunn fällt dein Blick auf das Neue Rathaus. Es steht direkt gegenüber dem Alten Rathaus. Der beeindruckende, reich verzierte Bau wurde 1903 im Stil der Neorenaissance errichtet. Ein sehr junger Bau, verglichen mit den zahlreichen deutlich älteren Gebäuden in der Görlitz Altstadt. Dennoch sehr schön.

Hast du schon vom Flüsterbogen gehört? Er zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Görlitz und liegt ebenfalls am Untermarkt. Im Jahr 1500 begannen die Handwerker mit dem Bau. Von außen ist ein gerundetes, spätgotisches und kunstvoll verziertes Portal zu sehen. Der Flüsterbogen trägt seinen Namen wegen seiner besonderen Akustik: Wenn du am Eingang etwas flüsterst, hört es jemand am anderen Ende des Durchgangs ganz deutlich.

Kirchen in Görlitz – St. Peter und Paul als Wahrzeichen

In der Görlitz Altstadt gibt es zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Lass dich durch die Altstadtgassen treiben. Natürlich gibt es unter den Görlitz Sehenswürdigkeiten auch zahlreiche Kirchen. Hier solltest du auch etwas Zeit einplanen. Die beeindruckenden Gebäude zeugen von der langen und reichen Geschichte der Stadt Görlitz. Auf jeden Fall sollte die Pfarrkirche St. Peter und Paul, auch Peterskirche genannt, auf deiner Besichtigungsliste stehen.

Vom Untermarkt gehst du die Peterstraße entlang und erreichst nach etwa 250 Metern in wenigen Minuten dein Ziel die Pfarrkirche St. Peter und Paul. Schon der erste Blick beeindruckt dich. Das 72 Meter lange, spitz zulaufende Kupferdach ragt markant in den Himmel. Der einstige Reichtum von Görlitz zeigt sich hier deutlich. Der Ursprung der Kirche liegt bereits im 11. Jahrhundert. 1372 wurde sie Hauptkirche von Görlitz. 1423 erfolgte dann der gotische Umbau zur mächtigen Hallenkirche. Nimm dir Zeit und besichtige die Kirche auch von Innen. Eine Besonderheit ist die berühmte „Sonnenorgel“ aus dem Jahr 1703, die die Sonne mit 17 strahlenförmig angeordneten Orgelpfeifen abbildet.

Blick von der Neiße – Die schönste Perspektive auf Görlitz

Mindestens eines solltest du dir dann nicht entgehen lassen: die Ansicht der Stadt Görlitz von der Lausitzer Neiße aus. Auch hier erreichst du dein Ziel in wenigen Minuten. Es sind gerade einmal 200 Meter und etwa 3 Minuten zur Altstadtbrücke. Wenn du sie überquerst, verlässt du Deutschland, denn die Neiße bildet die Grenze zu Polen.

Von der Neiße aus genießt du einen atemberaubenden Blick auf die Görlitzer Sehenswürdigkeiten. Die Pfarrkirche Sankt Peter und Paul und die Altstadt wirken von hier aus besonders imposant. Ein besonderes Erlebnis ist eine Schifffahrt auf der Neiße. Du kannst 5 Minuten entfernt von der Altstadtbrücke die „Flussromantik“ starten. Du gleitest mit einem Elektroboot auf dem Fluss und hast atemberaubende Blicke auf die Görlitz Altstadt.

Spezialtipp: Buche eine Bootsfahrt für den Abend. Du gleitest bei Dämmerung den Fluss entlang und kannst die beleuchtete Görlitz Altstadt genießen. Romantischer lässt sich die Stadt kaum erleben.

Geschichte: reiche Zeiten hinterlassen Görlitz Sehenswürdigkeiten

Die lange und ruhmreiche Geschichte der Stadt Görlitz begann mit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1071. Damals nannten die Bewohner das Dorf „villa gorelic“. 1303 erhielt Görlitz das Stadtrecht.

Die Stadt Görlitz lag an der „Via Regia“ (Hohe Straße), einem der ältesten und wichtigsten Handelswege Europas. Kaufleute handelten hier Tuche, Pelze, Wachs und Honig von West nach Ost und umgekehrt. Die Tuchweberei wurde weit über die Stadtgrenzen bedeutend. Die Görlitz Altstadt wuchs rund um den Obermarkt. Görlitz wurde sehr wohlhabend. Viele spätgotische und barocke Gebäude zeugen heute noch von dieser Zeit.

Für Wanderer und Pilger ist die Via Regia bis heute eine besondere Attraktion. Als ältester deutscher Jakobsweg führt sie von Görlitz nach Vacha und erstreckt sich über insgesamt 467 Kilometer.

Im dreißigjährigen Krieg verlor Görlitz die Stadtrechte. Brände und Konflikte prägten diese Jahre und machten die Zeit besonders wechselvoll. Im 19. Jahrhundert blühte Görlitz erneut auf, und Unternehmer errichteten Tuchfabriken sowie Wollspinnereien. Sie nutzten die Wasserkraft der Neiße. Die Industrialisierung sorgte für Wohlstand. So entwickelte sich Görlitz im Ende des 19. Jahrhunderts zu einer der reichsten und anmutigsten Provinzstädte Deutschlands.

Die Gebäude aus den verschiedenen Jahrhunderten blieben weitgehend erhalten, da die Stadt Görlitz im 2. Weltkrieg nicht zerstört wurde. Gerade deshalb gilt Görlitz heute als eine der schönsten Städte Deutschlands.

Jüdische Geschichte und mehr: Synagoge und Via Regia

Die Geschichte der Stadt ist eng mit der jüdischen Kultur verbunden. Ein herausragendes Zeugnis davon ist die Synagoge Görlitz. Sie zählt zu den wenigen jüdischen Gotteshäusern, die die Zerstörungen der Reichspogromnacht im Jahr 1938 unbeschadet überstanden. Nach umfangreichen Sanierungen nutzen die Besucher die Synagoge heute oft als Veranstaltungsort. Sie gilt als wichtiges Denkmal jüdischer Geschichte und Kultur in Sachsen.

Spezialtipps: Gehe den „Walk of Görliwood“ in Görlitz Altstadt

Tipp für Filmfans: Viele nennen Görlitz auch liebevoll „Görliwood“. Mehr als 100 Filme nutzen die Görlitz Altstadt als authentische Kulisse. Dazu zählten Blockbuster wie „Der Vorleser“, „Inglourious Basterds“, „Grand Budapest Hotel“ und „In 80 Tagen um die Welt“. Auf dem „Walk of Görliwood“ kannst du Drehorte bekannter Filme besichtigen.

Tipps zur Aussicht: Willst du Görlitz von oben besichtigen, kannst du den Reichenbacher Turm wählen. 165 Stufen führen dich auf 51 Meter Höhe und du hast einen wundervollen Blick über die Stadt. Alternativ kannst du den bereits 1348 erwähnten Nikolaiturm mit 45 Meter Höhe besteigen. Die Görlitz Altstadt liegt dir dann zu Füssen. Und dann gibt’s natürlich noch den Rathausturm direkt am Untermarkt mit seiner traumhaften Sicht.

Tipps für Feste: Görlitz bietet im Laufe des Jahres zahlreiche Veranstaltungen und Feste. Du kannst dich auf der Website über die Jahreshöhepunkte informieren. Zwei Veranstaltungen möchten wir hervorheben:

Altstadtfest Görlitz

Am letzten Augustwochenende findet das Altstadtfest statt. Gemeinsam mit dem Jakuby-Fest Zgorzelec auf der polnischen Seite der Neiße feiern die Stadtbewohner drei Tage lang fröhlich. Du kannst dir vorstellen, dass die Kulisse der Görlitz Altstadt einen hervorragenden Rahmen bietet.

Schlesische Christkindelmarkt Görlitz

Und dann bietet der Schlesische Christkindelmarkt zu Görlitz immer im Dezember einen zauberhaften, stimmungsvollen Rahmen. Dies findet in der schönen Altstadt von Görlitz statt. Hier kannst du Romantik pur erleben.

Umgebung: Natur und besondere Orte rund um Görlitz

Was gibt es noch zu sehen in der Nähe? Nicht weit entfernt, im Süden von Görlitz ist der Naturpark Zittauer Gebirge. Das kleinste der deutschen Mittelgebirge bietet dir wildromantische Natur. Auf zahlreichen Wanderwegen kannst du gewaltige Felsformationen aus Sandstein genießen. Sie erinnern in ihrer Fotogenität an die weltberühmte Sächsische Schweiz. Bis auf 793 Meter Höhe reichen die Bergspitzen des Gebirges.

Etwa ein Stunde Fahrzeit Richtung Norden liegt die 1866 bis 1875 erbaute Rakotzbrücke, auch Teufelsbrücke genannt, von Görlitz entfernt. Wenn du vor dem berühmten Rundbogen der Brücke stehst, spürst du eine fast mystische Stimmung. Vielleicht kennst du sie schon von zahlreichen Fotografien. Laut FOTO ONLINE zählt sie zu den schönsten Fotospots Deutschlands. Die Brücke zieht Besucher aus aller Welt an.

Die Brücke ist in den malerischen Rhododendrenpark Kromlau integriert. Auf rund 180 Hektar kannst du in der größten Rhododendren-Parkanlage Deutschlands die Blütenpracht der Azaleen und Rhododendren genießen. Der Eintritt in den Park ist frei. Wir empfehlen dir, für den Ausflug in den Rhododendrenpark Kromlau und zur Rakotzbrücke einen Tagesausflug einzuplanen.

Ein noch spektakuläreres Naturerlebnis findest du eine knappe Stunde im Norden von Görlitz: den 1815 bis 1845 angelegten Fürst-Pückler-Park oder Muskauer Park genannt. Mit 830 Hektar Fläche ist es der größte Park im englischen Stil in Zentraleuropa. Seit 2004 zählt der Park zum Weltkulturerbe. Auch hier solltest du für einen Besuch einen kompletten Tag einplanen.

Werbung

Görlitz - Grenzelos Kultur genießen