Bamberg Dom

Bamberg Dom

Wow-Effekt:
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Historisches Wahrzeichen der Stadt: der Bamberg Dom

Wenn du zum Domplatz hochgehst, siehst du gleich drei imposante Gebäude aus unterschiedlichen Epochen: die Alte Hofhaltung, die Neue Residenz und eben den Bamberg Dom.

Der Dom heißt im langen Namen Hoher Dom Sankt Peter und St. Georg zu Bamberg. Wir nennen ihn einfach Bamberger Dom. Beim Besuch bist du nicht allein – jedes Jahr zieht der Bamberg Dom etwa 1,5 Millionen Besucher an.

Der Bamberg Dom ist einer von sieben Kaiserdomen in Deutschland. Sie heißen so aus drei Gründen: Ein Kaiser erbaute sie, sie zeigen kaiserliche Pracht oder ein Kaiser empfing dort die Krone.

Sehenswürdigkeit: Bamberg Dom – Kaiserdom mit Papstgrab

Vier Türme und eindrucksvolle Portale

Wer vor dem Bamberger Dom steht, spürt sofort seine Größe. Der romanische Bau hat vier Türme, 74 beziehungsweise 76 Meter hoch. Der Dom besitzt mehrere Pforten, die alle ein romanisches Rundbogenportal und reichen Schmuck tragen.

Du kannst nicht durch alle Pforten den Dom betreten. Das Fürstenportal, die Gnadenpforte und die Veitspforte öffnen sich nur zu besonderen Anlässen, Prozessionen oder Gottesdiensten. Durch die Adamspforte und die Marienpforte gelangst du ins Innere.

Kaisergrab und einziges Papstgrab nördlich der Alpen

Mit 99 Metern Gesamtlänge beeindruckt der Bamberger Dom bereits auf den ersten Blick. Es gibt Führungen über 60 und 90 Minuten.

Höhepunkte sind das Kaisergrab sowie das Grab von Papst Clemens II. (1005–1047), das einzige Grab eines Papstes nördlich der Alpen. Vergiss die Krypta unterhalb der Grundebene des Doms nicht. Du wirst wirklich den Eindruck von nahezu tausend Jahren spüren.

Geschichte: Bamberg Dom – viermal neu errichtet

Der Bamberg Dom hat eine spannende und wechselvolle Geschichte. Nicht einmal, sondern gleich viermal errichteten die Baumeister den Dom. Die ersten Bauten wirkten schlicht, verglichen mit den heutigen. Bereits im 9. und 10. Jahrhundert stand an dieser Stelle die erste nachweisbare Kirche, eine schlichte Saalkirche, umgeben von einem Friedhof.

Heinrich II. legte 1004 den Grundstein für die zweite Kirche. Nach kurzer Bauzeit weihten die Bischöfe den Bamberg Dom bereits 1012 ein. 45 Bischöfe waren dabei anwesend – ein Beweis dafür, wie bedeutend Bamberg bereits zu dieser Zeit war. 1081 folgte dann das erste Großfeuer, auf das als provisorischer Wiederaufbau die dritte Kirche entstand. Die Mauern des vorherigen Doms dienten dabei als Basis.

Als es 1185 erneut brannte, rissen die Bürger den Dom ab und bauten ihn länger und aufwendiger neu. Damals entstand der Dom bereits in seiner heutigen Form. 1237 erfolgte die Domweihe, ab 1611 begann die Barockisierung. Du siehst, der Bamberg Dom blickt auf eine weit zurückreichende Geschichte zurück. Lass das auf dich wirken, wenn du ihn besichtigst.

Spezialtipps: Papst, Kaiser und Bamberger Reiter

Kaisergrab und Papstgrab entdecken

Im Ostchor des Doms entdeckst du das Kaisergrab von Heinrich und Kunigunde. Die Version, die du heute siehst, stammt aus dem Jahr 1513 – auf der Abdeckplatte ruht das Kaiserpaar. Ob sie wirklich so aussahen, bleibt offen, Fotografien existierten damals noch nicht.

Das Papstgrab – das einzige erhaltene nördlich der Alpen – ist das zweite große Highlight des Bamberger Doms. Im Westchor des Bamberger Doms, direkt gegenüber dem Kaisergrab, erwartet es dich. In einem Hochgrab hinter dem Bischofsstuhl siehst du es fast etwas versteckt.

Der geheimnisvolle Bamberger Reiter

Am Nordpfeiler des Georgenchors im Bamberger Dom siehst du den Bamberger Reiter. Bildhauer schufen die Skulptur bereits Anfang des 13. Jahrhunderts in der Stauferzeit.

Das Reiterstandbild steht noch heute in seiner ursprünglichen Form an seinem angestammten Platz. Der Reiter strahlt eine gewisse Lässigkeit aus. Ursprünglich leuchtete er in kräftigen Farben. Mit 2,28 Metern wirkt der Reiter imposant – auch wenn er von unten kleiner erscheint.

Umgebung: Sehenswürdigkeiten rund um den Bamberg Dom

Die gesamte Altstadt Bamberg ist UNESCO-Weltkulturerbe und bietet außerordentlich viele Sehenswürdigkeiten.

Neue Residenz und Rosengarten

In nächster Nähe des Bamberger Doms findest du gleich zwei Sehenswürdigkeiten des ersten Ranges. Direkt gegenüber blickst du auf die Neue Residenz. Ab 1604 beherbergte der prachtvolle Barockbau die Bamberger Bischöfe.

Das Gebäude beeindruckt bereits von außen – gönn dir aber unbedingt auch den Blick nach innen. Drei Prunkappartements und der Kaisersaal zählen zu den Highlights. Wer auf der Besichtigungstour etwas Ruhe sucht, findet sie im Rosengarten im Innenhof der Neuen Residenz. Von hier hast du außerdem einen traumhaften Blick über Bamberg.

Alte Hofhaltung und Altstadt

Bevor die Bischöfe in die Neue Residenz zogen, diente ihnen die Alte Hofhaltung als Residenz. Im Innenhof erwartet dich eine beeindruckende Reihe historischer Fachwerkbauten. Sie entstanden ab 1475 und den Innenhof betrittst du durch die 1568 erbaute Schöne Pforte. In der Alten Hofhaltung beherbergt das Historische Museum Bamberg seine Sammlung.

Wenn du über die Karolinenstraße oder über die Dominikanerstraße abwärts spazierst, kommst du zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten Bambergs. Das Alte Rathaus ist eine davon und gehört zu den meistfotografierten Motiven Deutschlands. An einem Regnitzarm findest du Klein Venedig, eine Reihe malerischer mittelalterlicher Fachwerkhäuser. Wir empfehlen dir als besonderes Highlight eine Fahrt mit einer der original venezianischen Gondeln.

Ansonsten spaziere einfach durch die Altstadt Bambergs und genieße die Atmosphäre. Du kommst an vielen schönen Gebäuden vorbei.

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